Eine Sudanreise erfordert etwas mehr Planung als ein klassischer Badeurlaub – doch wer gut vorbereitet anreist, wird mit einem Erlebnis belohnt, das kaum zu übertreffen ist.
Für die Einreise nach Sudan benötigen deutsche Staatsangehörige in der Regel ein Visum, das vor der Reise bei der sudanesischen Botschaft beantragt werden muss. Die Bearbeitungszeit beträgt oft mehrere Wochen, weshalb man frühzeitig beginnen sollte. Touristische Visa werden für gewöhnlich für 30 Tage ausgestellt und können unter Umständen verlängert werden. Es empfiehlt sich, aktuelle Informationen beim Auswärtigen Amt einzuholen, da sich die Einreisebestimmungen häufig ändern.
Wichtig: Reisende aus Israel oder mit israelischen Einreisestempeln im Pass können nicht einreisen. Außerdem ist eine Registrierung beim Alien Registration Office in Khartoum innerhalb weniger Tage nach Ankunft obligatorisch – das Hotel kann dabei oft helfen.
Vorab bei der Botschaft beantragen. Frühzeitig beginnen – Bearbeitung kann 4–6 Wochen dauern.
Sudanesisches Pfund (SDG). Bargeld ist Pflicht – internationale Kreditkarten funktionieren kaum. USD mitnehmen.
Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus und Hepatitis empfohlen. Malariaprophylaxe je nach Reiseroute ratsam.
Amtssprache ist Arabisch. In touristischen Bereichen und unter Gebildeten wird oft Englisch gesprochen.
Konservative, bedeckende Kleidung ist wichtig. Frauen sollten Haare bedecken – das wird sehr respektiert.
Militäranlagen, Brücken und Regierungsgebäude nicht fotografieren. Menschen immer zuerst um Erlaubnis fragen.
Sudan liegt zum Großteil in der Sahara und ist ganzjährig sehr warm. Die angenehmste Reisezeit ist der nordafrikanische Winter von November bis Februar, wenn die Temperaturen auf erträgliche 25–35 Grad fallen. In den Sommermonaten kann das Thermometer auf über 50 Grad steigen – Outdoor-Besichtigungen werden dann zur echten Herausforderung.
Beste Zeit. Angenehme Temperaturen, klarer Himmel, ideale Bedingungen.
Noch akzeptabel. Es wird heißer, Sandstürme nehmen zu.
Sehr heiß. Nur für Abenteuerlustige – Temperaturen bis 50°C möglich.
Regenzeit endet. Temperaturen fallen, Landschaft ist grüner.
Khartoum bietet eine Auswahl an Hotels verschiedener Kategorien, von einfachen Gästehäusern bis zu internationalen Hotels. Außerhalb der Hauptstadt wird die Auswahl deutlich dünner – oft gibt es nur einfache Unterkünfte oder man übernachtet im Zelt bzw. im Wüstencamp.
Für Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten empfiehlt sich die Buchung eines lokalen Guides mit eigenem Fahrzeug. Öffentliche Verkehrsmittel existieren, sind aber für Touristen schwer zu navigieren. Ein guter Guide ist nicht nur praktisch, sondern bereichert die Reise enorm durch sein lokales Wissen und seine Kontakte.
Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Sicherheitslage. Sudan hat in den letzten Jahren politische Turbulenzen erlebt. Bestimmte Regionen, insbesondere Darfur und die Grenzgebiete, sollten gemieden werden. Khartoum und die touristischen Hauptstätten im Nordosten gelten bei sorgfältiger Planung als weitgehend sicher für Reisende.